Der Kult der Verehrung der Erde ist nichts anderes, als die Darstellung menschlicher Erfahrungen und das Weltbild der matriarchalen Kultur in Symbolen. Diese Symbole können Objekte (Steine, Bäume, Figuren etc), Bilder (Felsmalereien, Ritzungen in Gefäßen etc.) aber auch Ideen (Bewegung von Sternen, Verbrennen/Feuer?, Metamorphose/Raupe?-Schmetterling) sein.
Das matriarchale Weltbild ist sehr komplex und vielschichtig, so dass Schrift? nicht ausreicht, diese Symbolik darzustellen, weil Schrift immer linear verläuft. Matriarchales Denken und intelligentes (intuitives) Erfassen des Seins und der Welt verläuft kreisförmig, zyklisch, gleichzeitig auf mehreren Ebenen und gruppiert sich um die Begriffe
wobei die Heilkunst die zentrale Position dieser drei Prinzipien einnimmt.
Die Bedeutung von Symbolik wird mündlich überliefert und durch Mythen? von Generation zu Generation weitergegeben.
- 1. Ritual
- 2. Mystische Erfahrungen
- 2.1. irdischer Kult
- 2.2. Religion
- 2.3. Weisheit
1. Ritual
1.1. Handlungsprinzip der Wandlung
Im matriarchalen Alltag herrscht als Handlungsprinzip die Wandlung, der "Übergang", vor, wobei die verschiedenen Schritte jeder Handlung aneinanderreiht gereiht werden. Die unterschiedlichen Phasen bei der Herstellung eines Töpferobjekts, eines Nahrungsmittels oder eines Webstücks werden bestimmt vom Paradigma des Kreises? Tod/Wiedergeburt, entsprechend den Mondphasen. Das Ritual erfährt dadurch eine magische Dimension.Immer bestimmt der "Tod" den Übergang von einer Phase zu der nächsten. (Was sich nicht allein auf den physischen Tod bezieht!)
- Das Feuer beendet den Kreis des Töpferns
- der Übergang von Lebensmitteln, die gekocht werden müssen mittels des Feuers
- das Abschneiden der Kettfäden, wenn ein Webstück fertig ist
- das Abschneiden der Nabelschnur eines Neugeborenen
- Ende des Lebens/Beginn? der Wiedergeburt
Definition: Ritual
